25. Juli 2007
Das AMS und was wir erwarten können
Was können wir vom AMS erwarten? Die/Der Arbeitslose(r) weiß es! „Was Sie von uns erwarten können“ – jeder der schon einmal am Arbeitsamt war kennt diesen Satz. Aber was kann man wirklich erwarten? Da steht doch wirklich folgender Satz – „Wir informieren Sie über die gesetzlichen Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, usw.“ und dann noch „Wir unterstützen Sie bestmöglich bei Ihrer Arbeitsuche“. Wir brauchen uns nur diese beiden Sätze ansehen und schon wissen wir was wir von diesen „Was Sie von uns erwarten können“ zu halten haben. Da wird der Arbeitslose zu einer Firma geschickt um dort einen Vertrag, der schlicht und einfach, unsittlich ist, zu unterschreiben. Wenn der Vertrag unterschrieben ist hat dann der arme Teufel keine Rechte mehr, alle seine Rechte sind auf die Firma „Phönix“ übergegangen. Wenn dann der Arbeitslose sagt, er unterschreibt nicht, er möchte sich noch einmal mit seinem Betreuer besprechen, da wird ihm der Bezug gesperrt. Das hat seinen Grund – der Druck soll erhöht werden, kein Arbeitsloser hat das Recht selbst zu denken, dass tut das Arbeitsamt für ihn, umsonst wird er nicht zu „Phönix“ geschickt! „Sie benötigen aktive Vermittlungsunterstützung durch Spezialisten einer externen Beratungs- und Betreuungseinrichtung“. Von einer Firma die dem Arbeitslosen jedes Recht nimmt? Es gibt Gesetzte, die dem Arbeitsamt allerdings nichts angehen, aber sie müssen natürlich die Sperre wieder aufheben. Aber jetzt ist es nicht zu Ende, kaum ist eine „Maßnahme“ geplatzt kommt schon die nächste. Der Arbeitslose interessiert sich jetzt natürlich über die rechtlichen Voraussetzungen und er bekommt einen Brief der aussagt, dass diese Maßnahme eigentlich gar keine „Maßnahme“ ist und vom „Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes Zl. 2004/08/0208“ keine Sanktionen verhängt werden dürfen. Nichtsdestotrotz erachtet das „Arbeitsmarktservice Wien den Besuch des Einzelcoachings als sinnvolle Maßnahme im Hinblick auf eine Beendigung Ihrer Arbeitslosigkeit“. Da fragt sich der Arbeitslose wirklich was das alles soll? Auf jeden Fall wissen wir jetzt was wir zu erwarten haben. Nichts Gutes und auch nichts Schönes. Wer nichts zu befürchten hat, der muss sich nach der Bibel richten: „Keep your mouth closed and you’ll stay out of trouble.“Tags: AMS, Buchinger, Fahrkarte, Mobbing, Politik, Faschismus, Menschenrechtsverletzung, Körperverletzung, Bartenstein
Autor: hadzabe - 07:34:09 - Kategorie: Allgemein - Trackback Url
Autor: hadzabe - 07:34:09 - Kategorie: Allgemein - Trackback Url
Kommentare
Keine Kommentare
